HINWEIS: Wie man sieht befindet sich diese Seite noch im Aufbau. Diese Seite wird in kuerze optisch und inhaltlich ueberarbeitet !
Norwegen- Reisebericht:
Sonntag,den 7.7.96 Am spaeten Abend um 22.00 Uhr war es soweit.
Mein Vater (47), ein Bruder (12)
und ich (21) machten uns auf den Weg Richtung Norden.Unser Ziel:NORWEGEN
mit Endziel Nordkap. Unser Fahrzeug, ein Chrysler Voyager und
unser
Schlafzimmer fuer die naechsten drei Wochen: ein 3-Personen Tunnelzelt.
Montag,den 8.7.96 Gegen 4.00 Uhr erreichten wir den Faehrbahnhof
Puttgarden auf der Insel
Fehmarn, um dort nach Skandinavien ueberzusetzen. Ich muss vorwegnehmen,
dass alle Faehrfahrten ohne Probleme und wesentlich einfacher
klappten, als wir es
uns vorgestellt hatten. Die Ueberfahrt von Puttgarden zum daenischen
Roedby
dauerte eine Stunde.Danach ging es quer durch Daenemark zur naechsten
Faehre,
die wir um kurz vor 8 erreichten (Helsingoer- Helsingborg).Im
schwedischen
Helsingborg angekommen fuhren wir weiter Richtung Norden (was
wir noch einige
Tage taten). Gegen mittag fuhren wir an Goeteborg vorbei. Am Nachmittag
erreichten wir dann unseren ausgesuchten Campingplatz in Lillehammer.
Nach
18 Stunden Fahrt (werden wir nie mehr machen) gab es dann eigentlich
nur noch
2 Dinge, die wir taten: zeltaufbauen und schlafen. Einige werden
sich bestimmt jetzt
fragen, warum wir nicht eine Faehre bis nach Oslo genommen haben.
Wir hatten
uns vorgenommen, soviel wie moeglich per Landweg zu erreichen.Der
Campingplatz in Lillehammer (LILLEHAMMER CAMPING) ist zu empfehlen,
einziges Haendicap ist eine vorbeifuehrende Bahnstrecke.
Dienstag,den 9.7.96 Fuer den Tag hatten wir uns vorgenommen, Lillehammer
zu erkunden. Als erstes
Lilleham.jpg ging es
morgens in die Stadt.Lillehammer hat eine sehr schoene Fussgaengerzone,
Lilleha2.jpg ueber
die man sehr gut bummeln kann. Danach gingen wir zur
Lilleha3.jpg Lysgaerdsbakkene
Sprungschanze, wo 1994 die Olympischen Winterspiele
Lilleha4.jpg stattgefunden
haben. Von dort hat man auch eine sehr schoene Aussicht auf die
Lilleha5.jpg Stadt
und Umgebung. Danach war dann noch eine Besichtigung im Mayhaugen
Museum Pflicht (Pflicht in angenehmer Form). Dieses Freilichtmuseum,
in dem
ueber 150 Gebaeude stehen, hat der Zahnarzt Anders Sandvig 1887
gegruendet.
Mittwoch,den 10.7.96 Weiter ging es Richtung Norden, unser
Tagesziel war der Campingplatz
(KIPPERMOEN) in Moesjen.Vorbei an Trondheim, Steinkjer, dauerte
unsere Fahrt
ca.6 Stunden bei 80km/h und Pause. Die Landschaft, die wir durchquerten,
ist
unbeschreiblich.Die Fahrt wurde auch nie langweilig, weil sich
die Landschaft
immer aenderte und man auf den Strassen manchmal das Gefuehl hatte,
man
fahre Achterbahn. Es ist auch lustig, im Juli Schnee zu sehen.
Donnerstag,den11.7.96 Um die Mittagszeit ueberquerten wir den
Polarkreis. Hier ist der noerdlichste Punkt,
wo am 21.Juni die Sonne auch um Mitternacht zu sehen ist (bezogen
auf
Polarkr.jpg Meereshoehe).
So um 16.00 Uhr waren wir am Faehrbahnhof Bognes, wo uns eine
Faehre in 25min nach Skarberget brachte. Wir haben festgestellt,
das alle Faehren,
die wir benutzten,unseres Erachtens sehr sicher sind: alle Pruefplaketten
hatten ein
gueltiges Datum und keine Hebel und Schalter (fuer Rettungsbote,
etc) waren
ueberstrichen und liessen sich somit bewegen ! Am Abend erreichten
wir den
Campingplatz in Narvik (NARVIK CAMPING). Mein Vater und Bruder
wollten zwar
noch etwas weiterfahren, ich wollte in Narvik aber uebernachten.
Was mir heute
noch vorgehalten wird: Der Bereich fuer die Zelte war gerade so
gross, das etwa 7
Zelte dort Platz hatten. Um zu den Waschgelegenheiten und den
Toiletten zu
kommen musste man erst einmal einen Hang hinaufklettern. Nachts
hatte man das
Problem nicht, da von 23.00 - 07.00 Uhr die Waschraeume geschlossen
waren.
"Na gut, fuer eine Nacht werden wir es schon ueberleben."
Freitag,den 12.7.96 Um 7.00 Uhr morgens standen wir auf und wollten
uns waschen gehen. Nachdem
wir die tolle Kletterpartie ueberstanden hatten, standen dort
schon 5 Personen (alles
Deutsche).Nur die Waschraeume waren noch verschlossen, bis auf
ein Behinderten
Waschraum, der aber schon von jemanden genutzt wurde. Als um 7.30
Uhr die
Raeume noch immer verschlossen waren, ging einer der Beteiligten
zur
benachbarten Wohnung, wo ein Norweger fruehstueckte. Auf die Frage,
ob er uns
die Waschraeume aufschliesen koenne, antwortete er, dass er nichts
mit dem
Campingplatz zu tuen und auch keine Schluessel haette, der Paechter
aber um
8.00 Uhr kaeme. Zwischenzeitlich wurde aber das Behinderten-WC
frei. Unser
Fruehstueck verlegten wir um 2 Stunden und auf einen
Rentiere.jpg Rastplatz.
Um 18.00 Uhr waren wir in Kaefjord, wo eine Faehre uns nach
Honningsvae auf der Insel Mageroy brachte.Von Honningsvae fuhren
wir direkt
nach Skarsvaeg, einem kleinen Fischerdorf mit Campingplatz (KIRKEPORTEN),
Skarsvag.jpg wo wir
unser Zelt fuer 2 Naechte aufstellten.
Samstag,den 13.7.96 Am Mittag ging's dann zum Nordkapp, den
2. Noerdlichsten Punkt Europas. Das
Knivskjellodden liegt noch etwas weiter noerdlich, dort wollten
wir am Abend hin
Nordkap.jpg wandern,
um von dort die Mitternachtssonne zu sehen. Hier moechte ich den
"Marco Polo Reisefuehrer zitieren: "Nordkapp: Ach, bitte,
fahren Sie nicht zum
Nordkap2.jpg Nordkap
- es sei denn, Sie moegen Kirmesrummel! Da ist es voll, laut,
Nepp
Nordkap3.jpg ueberall,
dass Bier noch teurer als sonst."
Aber ich meine, das man einmal dagewesen sein muss.
Nachmittags wanderten wir von unserem Campingplatz zum Kirkeporten,
das ist
Kirkep.jpg eine Felsformation,
die in Jahrtausenden vom Meer aus dem Fesen gewaschen
wurde. Auf dem Rueckweg sahen wir die ersten Wolken, wie sie vom
Kap zu uns
Nordkap4.jpg hinueberzogen.
30 min spaeter, wir waren gerade wieder am Campingplatz, konnte
man noch 10m weit sehen. Somit eruebrigte sich die Wanderung zum
Knivskjellodden. Die ganze Nacht regnete es ununterbrochen.
Sonntag,den 14.7.96 Da es nicht aussah, das es besser wuerde,
packten wir unser Zelt zusammen und
machten uns auf den Weg Richtung Sueden, nach Hammerfest.
Montag,den 15.7.96 Hammerfest ist die noerdlichste Stadt der
Welt. 1890 wurden grosse Teile der Stadt
Hammerf1.jpg durch
ein Feuer zerstoert, ebenso als die Deutschen sich 1944/45 zurueckzogen.
Dadurch gibt es keine alten Gebaeude mehr.
Camping: HAMMERFEST-TURISTSENTER
Eisbaer.jpg In Hammerfest
gibt es"The Royal and Ancient Polar Bear Society" wo
man fuer
eine einmalige Gebuehr Mitglied werden kann, was mein Bruder und
ich jetzt sind.
Meridian.jpg In Hammerfest
steht auch die Meridiansaeule, hier begann man 1819 mit der ersten
exakten Vermessung der Erde. Suedlichster Gegenpunkt war eine
Stelle bei Ismail
an der Donaumuendung. Durch heutige Satelitennavigation hat man
festgestellt,
dass man sich damals nur um ein paar Meter vermessen hat.
Dienstag,den 16.7.96 Unsere Reiseplanung sah vor, dass wir
heute nach Alta fuhren und uns dort das
Alta Museum ( Museum of the Year 1993) ansehen wuerden. Dort kann
man
Alta.jpg Steinzeichnungen
aus der juengeren Steinzeit von 4000 bis 500 v.Chr. besichtigen.
Ansonsten ist in Alta nicht viel zu sehen. Camping: KRONSTAD CAMPING
Mittwoch,den 17.7.96 In Norwegen muss man auf den Strassen
nicht nur auf Rentiere oder Elche (wovon
wir jedoch keinen gesehen haben) achten sondern auch auf sich
sonnenden
Schafen, die es sich auf der Strasse gemuetlich gemacht haben.
So geschehen auf
der Fahrt Richtung Tromsoe. Unser ausgesuchter Campingplatz (SKITTENELV
CAMPING) lag rund 30 km von Tromsoe entfernt (In Norwegen spielen
Entfernungen nur eine untergeordnete Rolle, man muss einfach Zeit
und Geduld
mitbringen und die hat man ja wohl hoffentlich im Urlaub). Dieser
Camping Platz ist
zu empfehlen: Er hat ein Freibad mit Rutsche, das aber nur an
wenigen Tagen im
Jahr geoeffnet hat, wenn das Wetter mitspielt; Ausserdem hat der
Besitzer des
Camping Platzes ein TIRPITZ - Museum, welches im Zweiten Weltkrieg
bei
Tromsoe versenkt wurde (Einfach in der Rezeption nach dem Tirpitz
Museum
fragen, es lohnt sich !).
Donnerstag,den 18.7.96 Am Donnerstag stand Tromsoe auf unseren
Plan. Als erstes besuchten wir das
Polarlicht-Planetarium, auf den Weg dorthin durchquerten wir einen
Tunnel mit
Kreisverkehr. Hier wird alles uebers Polarlicht erklaert. Danach
besuchten wir die
Tromsoe.jpg Eismeerkatedrahle
(von innen sehr schoen), und darauf fuhren wir mit einer
Seilbahn den Fjellheisen hinauf.
Freitag,den 19.07.96 Weiter ging es Richtung Bodoe. Wir passierten
Narvik, wo wir ein Kriegsmuseum
besichtigten. Wenn man bedenkt, was Deutschland im 2. Weltkrieg
alles in
Narvik.jpg Norwegen zerstoert
hat, muss man sich wundern, dass man dort so freundlich
ueberall empfangen wird. Ansonsten ist Narvik eine reine Industriestadt.
Unser
Campingplatz lag rund 50km von Bodoe, am Saltstraumen. Hier fliesst
der
staerkste Gezeitenstrom der Welt. Es ist schon faszinierend diese
Kraefte zu
beobachten. Hier herrscht auch ein Anglerparadies, der ganze Campingplatz
(SALTSTRAUMEN CAMPING) war voller Angler und es stank nach Fisch.
Samstag,den 20.7.96 Heute besuchten wir Bodoe, wo man auch
bei Regen einen Einkaufsbummel
machen kann, da Bodoe eine ueberdachte Einkauspassage hat, ausserdem
das
Luftfahrtmuseum, was sehr interessant war.
Sonntag,den 21.7.096 Nun ging es langsam heimwaerts, in Aesen
nahmen wir uns fuer eine Nacht eine
Huette, da wir das Zeltaufbauen satt waren. Am Abend machten wir
auf einen nahe
Norwegen.jpg gelegenden
See noch eine Bootsfahrt mit einem Ruderboot, mein Bruder versenkte
zwar beinah das Boot, aber ansonsten war es ganz toll.
Montag,den 22.7.96 Bevor wir noch eine 2. Huette in Moejsvang
nahe der schwedischen Grenze
nahmen, bummelten wir noch einmal durch Trondheim.
Dienstag,den 23.7.96 Am Dienstag wollten wir eigentlich noch
eine Huette in Schweden nehmen, dies war
aber nicht moeglich, da alles, was wir anfuhren ausgebucht war,
oder wesentlich zu
teuer. Somit ging unsere Tagesetappe wieder bis zur Insel Fehmarn,
wo wir um
23.00 Uhr ankamen. Unsere Unterkunft war fuer diese Nacht unser
Van (toll !).
Mittwoch,den 24.7.96 Am Morgen nach dem Fruehstueck besuchten
wir das Wellenbad am Suedstrand
(Irgenwie muss man sich ja waschen). Danach gings weiter heimwaerts.
In der
Raststaette Garbsen assen wir noch zu Mittag. Um 21.00 Uhr waren
wir zu Hause.
Irgenwie froh, aber auch traurig, dass alles vorbei war.
Fazit: Nach 8.145km, 5 Stunden Faehrfahrt, 8 Mautstationen
und ueber 60km Tunnel war
unsere Norwegenreise zu ende. Die Norweger sind sehr freundliche
Menschen.
Das Wort Hektik ist in Norwegen ein Fremdwort und viele Norweger
sprechen
deutsch. Auch wenn sich unsere Reise nach Stress anhoerte, so
koennen wir das
bis auf den ersten Reisetag verneinen. Ich haette noch seitenweise
mehr schreiben
und auch noch 50 oder 60 Bilder einscannen koennen, aber man muss
Norwegen
selber erleben.
Wer einmal in Norwegen war, der kommt wieder.
Stand 28.01.2001